Presseerklärungen

14.02.2007

NRW hat die Nase vorn - Echte Transparenz im Auftragsdschungel

Ein zentrales Bekanntmachungsorgan für öffentliche Ausschreibungen fordert die Wirtschaft schon seit langem. Eine solche Plattform betreibt das Land Nordrhein-Westfalen nunmehr seit einem Jahr mit dem von d-NRW einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft des Landes entwickelten Vergabemarktplatz NRW.
Bei den potentiellen Bietern aus der freien Wirtschaft kommt das Angebot der Landesregierung hervorragend an: In den ersten zwölf Monaten Laufzeit des Marktplatzes registrierten sich über 7900 Unternehmen. Sie hatten dort Zugriff auf über 5000 Projekte
von über 130 angeschlossenen Vergabestellen.
An dieser Resonanz zeigt sich schon jetzt der Erfolg und das große Potenzial dieser in Deutschland Richtung weisenden elektronischen Plattform, die als Referenzprojekt anderen öffentlichen Auftraggebern uneingeschränkt empfohlen werden kann.

"Mit der Internetadresse 'evergabe.nrw.de' existiert für die Wirtschaft eine zentrale Anlaufstelle für Aufträge aus NRW" – Für Hans Georg Crone-Erdmann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen (IHK NRW), ist der nordrheinwestfälische Vergabemarktplatz beispielgebend, kennt er doch das Leid der Unternehmen, die oftmals auf vielen verschiedenen Internetseiten mühsam nach öffentlichen Aufträgen suchen müssen. "Hier werden nicht nur alle laufenden Vergabeverfahren der Landesverwaltung und der angeschlossenen Kommunen gebündelt angezeigt," so Crone-Erdmann. "Darüber hinaus entlastet er vor allem den Mittelstand bei Recherche und Angebotsabgabe, angefangen bei der Möglichkeit, sich automatisch über neue Bekanntmachungen informieren zu lassen bis hin zur digitalen Angebotsabgabe."

"Die IHK war von der ersten Stunde an Partner des Projektes“, erklärt Angelika Marienfeld, Staatssekretärin im Finanzministerium NRW, welches als federführendes Ressort für den Vergabemarktplatz verantwortlich zeichnet. "So konnten wir sicherstellen, dass bei der Realisierung einer E-Vergabe-Lösung die Anforderungen beider Seiten – der öffentlichen Hand und der privaten Wirtschaft – ausreichend Berücksichtigung finden." Als Beispiel für die mittelstandsfreundliche Ausführung führt sie zudem die Zulassung des (fortgeschrittenen) Mantelbogenverfahrens an, welches die digitale Angebotsabgabe auch ohne Signaturgerät und -karte ermöglicht.

Dr. Jens Baganz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium NRW, erläutert: "Das Land NRW kauft jedes Jahr Waren und Dienstleistungen im Gegenwert von knapp 16 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ein. Die Vergabeplattform NRW schafft die Voraussetzungen für eine deutlich verbesserte und effiziente Kommunikation im Vergabeverfahren. Sie leistet damit nicht zuletzt einen wichtigen Beitrag zur Verwaltungsmodernisierung, die in enger Kooperation des Landes mit der Privatwirtschaft als öffentlich – private Partnerschaft realisiert werden konnte." Carsten Klipstein, Geschäftsführer der cosinex GmbH, die als privater Partner der Landesregierung im Leitprojekt d-NRW die Technologie bereitstellte, erklärt die Vorteile des Systems: "Das große Plus des Marktplatzes ist seine Vernetzung mit weiteren kommunalen und regionalen Vergabemarktplätzen in NRW: Er zeigt auch Ausschreibungen an, die auf assoziierten kommunalen Vergabemarktplätzen eingestellt werden. Damit wird eine virtuelle Zentralisierung dezentral organisierter Vergabeprozesse erreicht."

Karl Peter Brendel, Staatssekretär im NRW-Innenministerium, zeigt sich erfreut über die breite Akzeptanz dieser vom Land und Kommunen gemeinsam entwickelten Lösung. Daher empfiehlt er den Kommunen, sich dieser Lösung bei der Vergabe ihrer Aufträge zu bedienen – falls sie es bisher noch nicht tun.

Weitere Informationen unter:
www.evergabe.nrw.de
www.vergabe.nrw.de

Die Pressemitteilung zum Download (pdf-Dokument, 64 KB)

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