Pressespiegel

01.03.2007

Vergabemarktplatz NRW: Echte Transparenz im Auftragsdschungel

Ein zentrales Bekanntmachungsorgan für öffentliche Ausschreibungen fordert die Wirtschaft schon seit langem. Eine solche Plattform betreibt das Land Nordrhein-Westfalen nunmehr seit einem Jahr mit dem von d-NRW - einer öffentlich-privaten Partnerschaft des Landes - entwickelten Vergabemarktplatz NRW.

Bei den potenziellen Bietern aus der freien Wirtschaft kommt das Angebot der Landesregierung hervorragend an: In den ersten zwölf Monaten Laufzeit des Marktplatzes registrierten sich über 7.900 Unternehmen. Sie hatten dort Zugriff auf über 5.000 Projekte von über 130 angeschlossenen Vergabestellen. An dieser Resonanz zeigen sich schon jetzt der Erfolg und das große Potenzial dieser in Deutschland richtungweisenden elektronischen Plattform, die als Referenzprojekt anderen öffentlichen Auftraggebern uneingeschränkt empfohlen werden kann.

Mit der Internetadresse www.evergabe.nrw.de existiert für die Wirtschaft eine zentrale Anlaufstelle für Aufträge aus NRW. Hier werden nicht nur alle laufenden Vergabeverfahren der Landesverwaltung und der angeschlossenen Kommunen gebündelt angezeigt, darüber hinaus wird vor allem der Mittelstand bei Recherche und Angebotsabgabe entlastet, angefangen bei der Möglichkeit, sich automatisch über neue Bekanntmachungen informieren zu lassen bis hin zur digitalen Angebotsabgabe.

Das Finanzministerium NRW ist federführendes Ressort für den Vergabemarktplatz, die IHKs sind von der ersten Stunde an Partner des Projektes. So konnte sichergestellt werden, dass bei der Realisierung einer E-Vergabe-Lösung die Anforderungen beider Seiten - der öffentlichen Hand und der privaten Wirtschaft - ausreichend Berücksichtigung finden. Die mittelstandsfreundliche Ausführung schließt die Zulassung des (fortgeschrittenen) Mantelbogenverfahrens ein, das die digitale Angebotsabgabe auch ohne Signaturgerät und -karte ermöglicht.

Das Land NRW kauft jedes Jahr Waren und Dienstleistungen im Gegenwert von knapp 16 % des Bruttoinlandsproduktes ein. Die Vergabeplattform NRW schafft die Voraussetzungen für eine deutlich verbesserte und effiziente Kommunikation im Vergabeverfahren. Sie leistet damit nicht zuletzt einen wichtigen Beitrag zur Verwaltungsmodernisierung, die in enger Kooperation des Landes mit der Privatwirtschaft als öffentlich-private Partnerschaft realisiert werden konnte.

Carsten Klipstein, Geschäftsführer der Bochumer cosinex GmbH, die als privater Partner der Landesregierung im Leitprojekt d-NRW die Technologie bereitstellte, erklärt die Vorteile des Systems: "Das große Plus des Marktplatzes ist seine Vernetzung mit weiteren kommunalen und regionalen Vergabemarktplätzen in NRW: Er zeigt auch Ausschreibungen an, die auf assoziierten kommunalen Vergabemarktplätzen eingestellt werden. Damit wird eine virtuelle Zentralisierung dezentral organisierter Vergabeprozesse erreicht."

Weitere Informationen unter www.evergabe.nrw.de sowie unter www.vergabe.nrw.de.

Quelle: Wirtschaft im Revier 3/2007, Zeitschrift der IHK im mittleren Ruhrgebiet zu Bochum

<< zurück