08.05.2006
Studie zu den Ausgangsbedingungen der eVergabe
Die Autoren Norbert Dippel und Monika Herborn-Lauff berichten in einem zwei Seiten umfassenden Artikel über die cosinex-Studie, die nach ihren Worten auch für andere Auftraggeber von Interesse sei. Gegenstand der Studie war die Untersuchung, inwieweit öffentliche Auftraggeber und private Auftragnehmer bereit waren, elektronische Vergabeverfahren durchzuführen, bzw. sich an ihnen zu beteiligen.
Als Ergebnis ließ sich feststellen, dass die grundsätzlichen technischen Voraussetzungen zur Durchführung elektronischer Vergaben auf Auftraggeberseite grundsätzlich gut waren: Email-Adressen und qualifizierte elektronische Signaturen waren in genügender Anzahl vorhanden. Erhofft wurden sich durch die E-Vergabe außer den direkten auch indirekte Kosteneinsparungen durch behördenübergreifende Beschaffungsbündelung. Die größten Vorteile der elektronischen Vergabe wurden in der Unterstützung der Ausschreibung und der Bekanntmachung gesehen.
Auf Seiten der Auftragnehmer war die technischer Ausstattung ebenfalls gut: Über zwei Drittel der Befragten besaßen einen Breitbandanschluss. Die größte Erwartung auf Auftragnehmerseite war die Zeitersparnis. Allerdings waren die meisten Betriebe nicht oder nur in geringem Maße bereit, für die E-Vergabe in eine Mitarbeiterschulung zu investieren.
Quelle: Vergabe Navigator 3/06, Bundesanzeiger Verlag, S. 30 f.
